Am Grab einer ermordeten Familie

Teil 5: Neun Auszubildende der TÜV Nord Bildung lebten und arbeiteten zwei Wochen in Griechenland

Von Sylvia Löser und Walter Bachsteffel

Hans Hitzler (Koordination Teilvorhaben Kommeno) zum Projekt Kommeno:

«Kein Stipendium, kein Au Pair – Status, keine reichen Eltern und trotzdem war es jungen Auszubildenden aus Bergkamen möglich im griechischen Kommeno im Mai diesen Jahres ihre Kenntnisse zu erweitern.

Das „aktuelle forum nrw e.V.“ führt seit drei Jahren, zusammen mit dem Kooperationspartner TÜV NORD Bildung Bergkamen, Auslandsaufenthalte in verschiedenen europäischen Ländern durch.

Die handwerkliche Aufgabe bestand in der landschaftsarchitektonischen Neugestaltung des Friedhofvorplatzes mit spätbyzantinischer Kirche der Gemeinde Kommeno in Griechenland.

Planung, Entwurf und Gesamtkonzeptentwicklung, aus dem Hause TÜV Nord Bildung Bergkamen, nahmen die griechischen Verantwortlichen begeistert auf, zumal neben dem „Bibelwald“, der „Allee des Friedens“ auch ein Denkmal aus Marmor mit großer Symbolkraft entstand. Der Gesandte der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Herr Féaux de la Croix sprach am 16. August, dem Handwerkerprojekt seine große Anerkennung aus. Die Bergkamener Auszubildenden aus den Fachbereichen: Garten- und Landschaftsbau (5), Maler- und Lackierer (2), Koch und Lager/Logistik ( je 1er ) führten alle Arbeiten hochwertig aus, trotz nicht immer ganz einfacher Arbeitsbedingungen.

Die Gemeinde Kommeno bedankte sich mit einem überwältigenden Abschlussfest an dem sich das gesamte Dorf beteiligte.

Am Anfang stand für die Auszubildenden jedoch die Vorbereitung auf diesen Auslandsaufenthalt, die in drei mehrtägigen Modulen stattfand.

Benjamin Nölkenbockhoff (Auszubildender): „Der einzelne Azubi war viel motivierter als hier in Deutschland. Wir haben eine sehr gute Arbeit geleistet. Ich habe gesehen das Menschen unterschiedlich sind und darauf muss ich mich einstellen. Zukünftige Teilnehmer sollten lernen geduldig mit schwierigen Situationen umzugehen und sich darauf einlassen. Wichtig waren auch die Vorbereitungsmodule besonders für unser Team. Das Projekt sollte weitergeführt werden damit mehr junge Menschen die Möglichkeit bekommen im Ausland Erfahrungen zu sammeln, zu lernen und andere Menschen in ihrem Kulturkreis kennen lernen.“

Mit diesem Handwerkereinsatz in Griechenland wurde neben der Entwicklung der Auszubildenden ein neues Kapitel in der Verständigung mit den Bürgern aus Kommeno aufgeschlagen. Im 2. Weltkrieg wurden von deutschen Gebirgsjägern 317 Dorfbewohner erschossen. Dies belastete stets das Verhältnis zu den Deutschen.

Der Ortsvorsteher, Dimitrios Dimou, freut sich auf eine Fortführung des Projektes.»

→ Teil 1: Das Denkmal

→ Teil 2: Vorbereitungen

→ Teil 3: Das große Fest

→ Teil 4: Interview mit dem Gesandten der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Athen