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Staatsministerin Böhmer verleiht erstmals Integrationsmedaillen

“Bürgerschaftliches Engagement ist für das Gelingen von Integration unverzichtbar”.

Staatsministerin Maria Böhmer hat Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die sich durch herausragendes persönliches Engagement in besonderer Weise um die Integration verdient gemacht haben.

Bei einer Feierstunde im Bundeskanzleramt verlieh Böhmer erstmals acht Integrationsmedaillen. Die Staatsministerin hatte die Idee für die neue Auszeichnung. “Mit der Integrationsmedaille will ich zeigen, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für das Gelingen der Integration ist. Die Politik und der Staat können beispielsweise mit dem Nationalen Aktionsplan den Rahmen für Integration setzen. Dieser Rahmen muss jedoch mit Leben erfüllt werden. Dafür steht das großartige Engagement der Preisträger aus der Mitte der Gesellschaft. Mit ihrem Wirken stärken sie das Vertrauen zwischen Migranten und Einheimischen. Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis für ein gutes Miteinander und für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft”, betonte Böhmer.

“Die heute ausgezeichneten Beispiele zeigen: Bürgerschaftliches Engagement ist so vielfältig wie die Menschen in unserem Land. Mit der Integrationsmedaille will ich den vorbildlichen individuellen Einsatz würdigen und zugleich andere Bürgerinnen und Bürger ermutigen, auch die Initiative zu ergreifen. Jeder Einzelne kann einen Beitrag für ein gutes Miteinander leisten. Gerade auf Integration vor Ort kommt es an. Deshalb möchte ich alle dazu auffordern, sich zu Hause in der Nachbarschaft, in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Verein für ein gutes Zusammenleben zu engagieren. Integration lebt vom Mitmachen!”, betonte Staatsministerin Böhmer.

Die Staatsministerin hatte die Fraktionen des Deutschen Bundestags um Vorschläge zu Personen gebeten, die sich in besonderer Weise für ein gutes Miteinander einsetzen. Aus diesen Vorschlägen wurden acht Preisträger ausgewählt. Kriterium für die Vergabe der Medaille ist, dass das Engagement für Integration modellhaft und nachhaltig ist.

Die Staatsministerin überreichte jeweils eine Integrationsmedaille und eine Urkunde an folgende Personen:

Ahmed Al Kadari aus Raunheim, geb. in Marokko, initiierte zahlreiche Hilfs- und Integrationsprojekte an Raunheimer Schulen und Kindergärten. Zugleich setzt sich der gläubige Muslim intensiv für den interreligiösen Dialog mit der evangelischen Kirchengemeinde Raunheim ein.

Familie Aridi aus Zeven kam als Flüchtlingsfamilie aus dem Libanon nach Deutschland und hat sich hier hervorragend integriert. Die Eltern haben sich jahrelang im Sportverein TUS Zeven engagiert, die Söhne sind erfolgreiche Existenzgünder.

Dr. Turgut Altug aus Berlin, geb. in der Türkei, hat das Deutsch-Türkische Umweltzentrum gegründet und verbindet damit Migrationsarbeit und Umweltschutz. Regelmäßig lädt er in Kreuzberg zu Infoveranstaltungen über Umwelthemen und gesunde Ernährung ein und bietet Kochkurse für türkische Jungen an.

Beyhan Güler aus Bendorf, geb. in der Türkei, setzt sich auch neben ihrer Arbeit als Lehrerin für muttersprachlichen Unterricht intensiv bei der Elternarbeit ein. Zudem engagiert sie sich als langjährige Vorstandsvorsitzende des Vereins “Merhaba”, einem Lernort für türkische Kinder und Jugendliche.

Remzi Güneysu aus Erlangen, geb. in der Türkei, ist seit 1996 aktives Mitglied der Sicherheitswacht, die die Polizei bei ihrer Arbeit in Problembereichen unterstützt. Zugleich ist er als ehrenamtlicher Dolmetscher tätig und engagiert sich als Ehrenvorsitzender im Türkisch-Islamischen Kulturverein.

Adnan Mermertas aus Herne, geb. in Syrien, setzt sich für die Integration der syrisch-orthodoxen Christen in der Bundesrepublik ein. Er gehört selbst dieser Glaubensgemeinschaft an und unterstützt weitere Mitglieder als Dolmetscher in Asyl- und Einbürgerungsfragen.

Dagmar Reissig aus Kernen, geb. in Deutschland, ausgebildete Kulturdolmetscherin bei der Caritas, hat Migrantenkinder insbesondere beim Spracherwerb unterstützt. Mit einem “Café International” macht sie gemeinsam mit anderen Frauen Integration vor Ort möglich.

Dr. Mekonnen Shiferaw aus Berlin, geb. in Äthiopien, engagiert sich seit Jahren in Marzahn-Hellersdorf gegen Fremdenfeindlichkeit. Er gründete das Projekt “Babylon” unter dem Motto “Für Toleranz und gegen Gewalt” und ist vor allem in der Jugendarbeit vor Ort aktiv.

Foto: REGIERUNGonline/Kugler – Integrationsmedaille

Μάρτιος 2025

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