Ausstellung: Vom deutschen Philhellenismus bis zu den griechischen Gemeinden in Deutschland.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Generalkonsulat in Thessaloniki und der Stiftung des griechischen Parlaments für Parlamentarismus und Demokratie.

Im April 2010 wurde im Rahmen des Symposiums Meilensteine deutsch-griechischer Beziehungen im Goethe-Institut Athen die Ausstellung Vom deutschen Philhellenismus bis zu den griechischen Gemeinden in Deutschland präsentiert, eine Kooperation der Deutschen Botschaft in Athen und der Stiftung des griechischen Parlaments für Parlamentarismus und Demokratie.

Anlässlich der Feierlichkeiten zu dem 125jährigen Bestehen des Deutschen Generalkonsulats in Thessaloniki und der Buchveröffentlichung der Beiträge des Symposiums Meilensteine deutsch-griechischer Beziehungen wird die Ausstellung nun in Thessaloniki präsentiert.

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung wird Herr Wolfgang Hoelscher-Obermaier, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland einen Vortrag zum Thema «125 Jahre Generalkonsulat Thessaloniki – die Anfänge» halten und Prof. Evangelos Chrysos, Generalsekretär der Stiftung für Parlamentarismus und Demokratie, den Band Meilensteine deutsch-griechischer Beziehungen vorstellen und die Besucher durch die Ausstellung führen.

Montag, 07.02.2011, 19.30 Uhr, Goethe-Institut Thessaloniki, Galerie

In deutscher und griechischer Sprache mit Übersetzung. Der Eintritt ist frei.

Dauer der Ausstellung: 07.02.-21.03.2011

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00-14.00 und 17.00-21.00 Uhr

Vortrag: Griechen und Deutsche – Bilder vom Anderen

Die Grundideen der griechisch-deutschen Kulturbeziehungen basieren vor allem auf dem Diktat des zu Beginn des 19. Jh. blühenden Humanismus. Die übermäßige Verehrung des antiken, klassischen Hellas aber bewirkte, dass deutsche Philhellenen zwar Freunde der Hellenen, nicht immer aber der Byzantiner, der Romäer/Romii also, oder der Griechen der Neuzeit waren und sind. Die Ideologie des Philhellenismus wurde andererseits im 19. Jh. von dem um Anerkennung ringenden griechischen Nationalstaat begierig aufgenommen und ist mitunter zur Grundlage eines nationalen griechischen Kulturverständnisses der Neuzeit geworden.

Das in nachklassischer Zeit gegründete Thessaloniki scheint all das nicht betroffen zu haben, so dass diese Stadt auch wegen ihrer geographischen Lage einen eigenen Weg, unberührt von den Ideen des deutschen Philhellenismus, gehen und offen bleiben konnte für die Notwendigkeiten der Zeit. Dazu gehört auch die Gründung des deutschen Konsulats in der noch zum Osmanischen Reich gehörenden Stadt im Jahre 1885.

Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Eideneier. Geboren 1937 in Stuttgart. Ab 1974 Professor für Mittel- und Neugriechische Philologie an der Universität zu Köln und von 1994 bis 2002 für Byzantinistik und Neugriechische Philologie an der Universität Hamburg, sowie mehrfach Gastprofessor an den Universitäten Thessaloniki, Kreta (Rethymno) und Nikosia. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen sowie langjähriges Engagement zur Verbreitung griechischer Kultur in der BRD. Ehrendoktor der Aristoteles Universität Thessaloniki.

In deutscher Sprache mit griechischer Simultanübersetzung. Eintritt frei.

Montag, 28.02.2011, 19.30 Uhr, Goethe-Institut Thessaloniki, Veranstaltungssaal

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Generalkonsulat in Thessaloniki.