Am 17.06.2011 führten das griechische Generalsekretariat für Zivilschutz zusammen mit dem Bundesministerium des Innern, dem deutschen Technischen Hilfswerk (THW) und dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) im Rahmen des Deutsch -Griechischen Partnerschaftsprogramms ein weiteres Arbeitstreffen zu Themen des Katastrophenschutzes durch.

Die Zusammenarbeit reicht zurück bis ins Jahr 2007. Nach den Waldbränden auf der Peloponnes beschlossen beide Regierungen eine stärkere Zusammenarbeit im Katastrophenschutz. Sie umfasst inzwischen mehrere Delegations- und Expertenbesuche in Griechenland wie in Deutschland. Da z.B. im Zuge des Klimawandels das Waldbrandrisiko auch in Deutschland in einigen Regionen zunimmt, profitieren beide Seiten von diesem Erfahrungsaustausch.

Bei dem jetzigen Workshop standen Fragen der Ausbildung und des Einsatzes von Freiwilligen Helfern im Katastrophenschutz im Vordergrund. In Griechenland existiert ein großes Potential für den Aufbau Freiwilliger Feuerwehren, die es in ein staatliches Gerüst einzubinden gilt. In Deutschland stützt sich der Katastrophenschutz auf den Einsatz von Freiwilligen ab. Dies ist ein Ergebnis langjähriger demokratischer Selbst- und Nachbarschaftshilfe sowie einer Verlagerung der Verantwortung auf die Gebietskörperschaften. Das deutsche Modell ist sicher nicht ohne weiteres auf Griechenland übertragbar, könnte aber Lösungen für einige spezifische Probleme bieten.

Das nächste Arbeitstreffen soll gegen Ende des Jahres 2011 stattfinden, das ja auch von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr des Freiwilligen Helfers erklärt wurde.