Aπό αριστερά: Πρωτοπρεσβύτερος Απόστολος Μαλαμούσης, Γεώργιος Σιώμος, Κωσταντίνος Γιαννακάκος και Παρασκευή Δάκη-Φλάισμανν.

München. Am 24. September 2011 fand im Kulturzentrum der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland in München eine Tagung über Migranten und Flüchtlinge in Deutschland statt.

Diese Veranstaltung wurde im Rahmen der Interkulturellen Woche 2011 abgehalten, die in diesen Tagen bundesweit stattfindet, und trug den Titel „Zusammenhalten – Zukunft gewinnen“. Sie wurde von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland – Vikariat in Bayern – in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Migrationszentrum/ Griechischen Haus Westend organisiert und vom Bundes-ministerium des Inneren aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Nach den Grußworten des Bischöflichen Vikars in Bayern, Erzpriester Apostolos Malamoussis, und des Kommunikationswissenschaftlers und Leiters des Griechischen Hauses, Stadtrat Constantinos Gianacacos, wurden zwei Referate gehalten: Der Theologe Georgios Siomos sprach über „Religionen als Integrationsfaktor“ und Frau Paraskevi Daki-Fleischmann vom Fachdienst für Migration und Integration der Inneren Mission München über „Diskriminierung in der Einwanderungsgesellschaft“.

Herr Siomos beschäftigte sich in seinem Referat insbesondere mit der biblischen und theologischen Fundierung der Wertschätzung des Menschen sowie mit der christlichen Betrachtung von Migration und Flüchtlingsdasein. Frau Daki-Fleischmann zeigte die verschiedenen Formen von Diskriminierung auf, wie sie von Betroffenen in der Gesellschaft erlebt werden, und unterlegte diese mit Beispielen aus ihrer Arbeitserfahrung. Auch gab sie Auskunft über staatliche und städtische Institutionen und Vereinigungen in Deutschland, die die Aufgabe haben, vor Diskriminierung zu schützen.

Erzpriester Apostolos Malamoussis, Georgios Siomos, Constantinos Gianacacos und Frau Daki-Fleischmann (von links)

Auch Stadtrat Gianacacos und Erzpriester Malamoussis brachten in ihren Beiträgen persönliche Erfahrungen ein. In der zweistündigen Diskussion, die den Referaten folgte, entstand eine sehr lebendige und fruchtbare Auseinandersetzung über die Thematik.

Die Tagung endete schließlich mit griechischer Livemusik von Konstantinos Papadopoulos, der griechische Lieder sang und sie auf der Gitarre begleitete, sowie mit schmackhaften Leckereien, die von Frau Niki Chatziparasidou zubereitet wurden.

Anlässlich der Interkulturellen Woche 2011 haben die Kirchen in Deutschland ein „Gemeinsames Wort“ verfasst, das von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Präses Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Metropolit Augoustinos, Griechisch-Orthodoxer Metropolit von Deutschland, unterzeichnet wurde.

Auf dieses „Gemeinsame Wort“ wurde von Erzpriester Malamoussis bei der Tagung besonders hingewiesen. Es wird darin u.a. die Würde jedes einzelnen Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion und Rasse unterstrichen, sowie die Notwendigkeit, dass alle in Deutschland lebenden Menschen die gleichen Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten haben. Erreicht werden kann dies durch den gesellschaftlichen und interreligiösen Dialog, die Förderung von zwischenmenschlichen Beziehungen und die Schaffung und Verbesserung der entsprechenden juristischen Rahmenbedingungen, die in manchen Fällen aktualisiert und insbesondere gegenüber Flüchtlingen freundlicher gestaltet werden müssen.

Auch die Förderung der Jugend und ihrer religiösen Erziehung kommt in dem Gemeinsamen Wort besonders zum Ausdruck, das mit der folgenden Schlussbemerkung schließt: „In den Gottesdiensten dürfen wir uns vom Herrn den Weg weisen lassen. In Veranstaltungen, Begegnungen und Aktionen vielfältiger Art werden die großen Fragen von Migration und Integration aufgegriffen. Zusammenhalt, der sich auch aus der Kraft des Glaubens speist, gibt unserem Land eine gute Zukunftsperspektive.“

Erzpriester Apostolos Malamoussis