Tourismusbranche begrüßt Konzept der „Know-how-Partnerschaft“ Günter Ihlau, DRV: „Hoch innovativer Ansatz überzeugend durch Pragmatismus und konkretes Handeln“.
Treffen mit dem Beauftragten der Bundeskanzlerin für die Deutsch-Griechische Versammlung Zwei Botschaften brachte der Vorsitzende des DRV Ausschusses Auslandstourismus Günter Ihlau, zugleich auch Direktor Internationale Beziehungen der TUI AG zum Gespräch mit dem Beauftragten der Bundeskanzlerin für die Deutsch-Griechische Versammlung PSt Hans-Joachim Fuchtel mit:
„1. Die Buchungen für Griechenland haben sich leicht erholt.
2. Der Deutsche Reiseverband (DRV) begrüßt den neuartigen Ansatz zur Unterstützung Griechenlands durch Kommunen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Bundesregierung.“
Günter Ihlau weiter: „Hier ist ein äußerst interessanter Weg gefunden worden. Er überzeugt durch Pragmatismus und konkretes Handeln“.
Berlin, 19. Juli 2012
Das Vorgehen werde getragen von der Bereitschaft der kommunalen Ebene zur Mitwirkung, Einsatz des gesamten Netzwerkes, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft, erläuterte Hans-Joachim Fuchtel. Die ganze Erfahrung, das Wissen und die problemorientierte Innovationskraft finde eine „neue Dimension der Anwendung“. Günter Ihlau sieht in dieser konkreten Form der Unterstützung eine große Chance für die griechische Tourismusbranche. Das Konzept der Deutsch-Griechischen Versammlung (DGV) mit ihren lokal und regional angelegten „Know-how Partnerschaften“ sei geeignet, um Investitionen zu stimulieren und „know-how marktgerecht weiter zu entwickeln“, ist sich der Tourismusexperte sicher.
PSt Fuchtel: Umfragen belegen: Deutsche reisen gern nach Griechenland, es ist nach wie vor ein Traumziel – leidet aber auch unter den schlechten Nachrichten und ist mit immensen Herausforderungen konfrontiert. Fuchtel und Ihlau unterstrichen, es sollte sich niemand vom Urlaub in Griechenland abhalten lassen, denn die laufende Saison bestätigt: Deutsche sind willkommen und genießen hervorragende Urlaubszeit in Hellas.
Für die Know-how-Partnerschaften gebe es viel zu tun:
Griechenland bietet viele, teils unausgeschöpfte Möglichkeiten, doch Infrastruktur und
Wettbewerbsfähigkeit müssen sich dafür weiter entwickeln:
-Das Gesundheitswesen, insbesondere auf den Inseln, aber auch auf dem Land, erfordert Verbesserungen, um das Versorgungsnetz qualtitativ anzuheben und vor allem deutlich engmaschiger zu ziehen.
– Die Saisonzeiten sind zu kurz. Und mit attraktiven Angeboten für z.B. Wanderer, Ältere, Kulturhungrige oder auch Tagungen/Seminare lassen sich nicht nur die Randzeiten der Saison füllen.
-Mehr verläßliche und komfortable Verkehrsverbindungen im Land könnten vorhandene Kapazitäten besser ausnutzen und neue erschließen.
Seit die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige Ministerpräsident Georgios Papandreou im Jahr 2010 eine Vereinbarung zur Deutsch-Griechischen Partnerschaft geschlossen haben, arbeiten Deutschland und Griechenland bereits gemeinsam an Know-how-Austausch zu diesen Themen:
– Bereits im Februar fand in Räumen des Bundestages ein hochrangiges bilaterales Tourismus-Forum mit Beteiligung der wichtigsten Tourismusunternehmen und Tourismuspolitiker statt. Eine praktisch orientierte Arbeitsgruppe wurde gegründet.
Seite 3 von 3 – Auf der regionalen/kommunalen Ebene hat die DGV Fachkonferenz „Das neue Gesicht des Tourismus“ vom 28.-30.6.2012
(http://www.grde.eu/de/component/k2/item/140-vorlaeufiges-ergebnis-konferenzkavala-
28-30052012) reges Interesse geweckt. Experten haben mit konkreten Arbeiten begonnen.
– Aus der Inselwelt der Südägäis besuchte im März eine hochrangige Delegation um Gouverneur Maxairidis Berlin und Schleswig-Holstein. Das Ziel war nicht nur für Urlaub in den Kykladen oder Dodekanes zu werben oder zu betonen wie freundschaftlich die Inseln ihren deutschen Gästen verbunden sind. In Schleswig Holstein informierte sich die Delegation über neueste Trends im
deutschen Tourismusmanagement und Tourismusentwicklung, Hafenmanagement in Kiel und die Infrastruktur für den „Urlaub zwischen zwei Meeren“.
Dabei stellten sie fest, wie viele ähnliche Herausforderungen Urlaubsregionen in Deutschland und Griechenland erfolgreich zu bewältigen haben. Landrat Reinhard Sager aus Ostholstein, einer der beliebtesten Tourismusregionen Deutschlands, freute sich mit seinen Gästen auf engere Know- How Partnerschaften zu diesen Themen.
– Im Rahmen des Konzepts der „Know-how-Partnerschaften wurden 15 griechische Bürgermeister unter Mitwirkung der kommunalen Spitzenverbände aktiv an der Tourismusmesse CMT in Stuttgart im Rahmen eines Seminars beteiligt. Auf der
ITB in Berlin wurde ein Tourismus-Dialog organisiert. Die Griechen kehrten zwischenzeitlich auf die „Grüne Woche“ zurück. Eine Delegation befasste sich mit den Strukturen erfolgreicher Heilbäder. Am Kastoria-See werden deutsche Experten helfen, Umweltbelastungen zu reduzieren.
Fuchtel und Ihlau setzen aktuell große Hoffnungen auf die von MP Samaras neu ernannte griechische Ministerin für Tourismus Olga Kefalogianni. Nicht nur vertritt die junge Ministerin ihr Land gekonnt und mit Charme. Mit ihrer Herkunft aus Kreta und Erfahrung in der Tourismusbranche bringt sie wichtiges Verständnis für die Anforderungen an das Tourismusziel Griechenland mit. Man erwarte sie in Kürze in Deutschland.





