Staatsministerin Maria Böhmer zeigt sich bestürzt über Mordserie des verdächtigten «Thüringer Trios»

«Ich bin zutiefst bestürzt darüber, dass offenkundig rassistisch motivierte Serientäter jahrelang in Deutschland unerkannt Verbrechen begehen konnten. Die offensichtlichen Taten des rechtsextremen Trios sind an Menschenverachtung kaum zu überbieten. Die Brutalität und Kaltschnäuzigkeit, mit der die Opfer regelrecht hingerichtet wurden, entsetzt und verstört. Allen Opfern, darunter 8 Männer mit türkischen und einer mit griechischen Wurzeln sowie eine Polizistin, sowie ihren Familien gilt mein tiefes Mitgefühl», erklärte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

«Oberste Priorität hat jetzt die lückenlose Aufklärung der Mordserie. Wie konnte es passieren, dass das Trio über Jahre hinweg unbehelligt seine abscheulichen Verbrechen begehen konnte? Welche Rolle spielten die Sicherheitsbehörden? Gibt es größere Gruppen von Rechtsextremisten? Zugleich muss zügig geklärt werden, ob die Gefahr rechtsextremistischen Terrors unterschätzt wurde. Alle Fakten müssen hierbei auf den Tisch. Der demokratische Rechtsstaat muss deutlich machen, dass er mit aller Härte gegen rassistische Verbrecher vorgeht», betonte Böhmer.

«Zugleich gilt gerade jetzt die Botschaft: In Deutschland ist kein Platz für Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt. Die große Mehrheit bei uns setzt sich für gegenseitige Toleranz und ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Deutschland ein, unabhängig von ihrer Herkunft. An der Stärkung des Zusammenhalts in unserem Land kann jeder Einzelne mit-wirken», so Staatsministerin Böhmer.