Am 6. Januar, dem Tag der Epiphanie, wird in der orthodoxen Kirche die Taufe Christi gefeiert. Aus diesem Anlass wird in den orthodoxen Kirchen eine Segnung des Wassers zelebriert, um damit die Gläubigen, deren Häuser, Äcker und Tiere segnen zu können. In vielen orthodoxen Ländern gibt es darüber hinaus die altehrwürdige Tradition, an diesem Tag alle Gewässer zu segnen, das Meer, die Seen, die Flüsse, die Quellen und die Brunnen.

Es ist schon zu einer festen Tradition in München geworden, dass die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland alljährlich an diesem Tag die Gewässer der Isar segnet.

Am 6. Januar 2012 werden Seine Exzellenz, Bischof von Arianzos Bartholomaios (Weihbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland), der Bischöfliche Vikar in Bayern, Erzpriester Apostolos Malamoussis und die in München tätigen griechisch-orthodoxen Priester die Isar segnen. Der Gottesdienst auf der Ludwigsbrücke vor dem Deutschen Museum beginnt um 12.30 Uhr und dauert ungefähr 15 bis 20 Minuten.

Isarsegnung im Januar 2010 (Archivbild)

An der Zeremonie werden teilnehmen und Grussworte sprechen: Der neue Evang.- Luth. Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Weihbischof Dr. Franz Dietl (in Vertretung von S.E. Dr. Reinhard Kardinal Marx), Herr Regierungspräsident Christoph Hillenbrand (in Vertretung de Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer), Herr Oberbürgermeister Christian Ude und die griechische Generalkonsulin in München, Frau Sofia Grammata.

Es ist Teil der Zeremonie, dass von den Zelebranten ein mittelgroßes Kreuz ins Wasser geworfen und anschließend von Schwimmern zurückgeholt wird.

Auch in diesem Jahr werden Schwimmer vom Ufer in die Isar springen, um das Kreuz herauszuholen und den Zelebranten zurückzubringen. Hierbei handelt es sich um einen Griechen und zwei Rettungsschwimmer der Kreiswasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes.