Griechischer Chor und Musikgruppe KINISIS gibt Konzert in Offenbach

Der griechische Komponist, Mikis Theodorakis, wird am 29. Juli diesen Jahres 85 Jahre alt. Zu seinen Ehren werden der  Chor und die Musikgruppe des Kulturvereins KINISIS (Offenbach) unter der Leitung von Alexandros Bouras dem Publikum Lieder aus dem vielfältigen Repertoire des Komponisten  näher bringen. Das Konzert findet am 25. Juni 2010 ab 19.30 Uhr im Büsingpalais, Herrnstraße 82 in Offenbach statt. Der Eintritt kostet 10 Euro (ermäßigt 7 Euro).  Kartenvorverkauf: Offenbach – OSG Stadtinformation 069 – 80652052; Adticket-Hotline 0180 – 5040300 – www.adticket.de

KINISIS („Bewegung“) hat das Ziel, Menschen –egal welcher Herkunft – durch die Sprache der Musik und der Poesie zu verbinden. Der Musik von Theodorakis kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu. Die Musikgruppe ist über das Rhein-Main-Gebiet hinaus bekannt.

Theodorakis gilt als der berühmteste zeitgenössische Komponist Griechenlands, ja Europas.  Sein Werk umfasst mehr als 1000 Kompositionen – Lieder, Oratorien, Kantaten, Kammermusik, Opern, Symphonien, Film- und Theatermusik. Sein Schaffen verbindet die Traditionen griechischer und westlicher Musik und symbolisiert etwas Neues, Eigenständiges. Er  hat die Dichtungen großer griechischer Poeten wie Elytis, Seferis und Ritsos in Musik übertragen und sie somit sehr vielen Menschen nahe gebracht. In seinem musikalischen Schaffen hat er bewusst die Instrumente der einfachen Leute in den Tavernen – Bouzouki und Baglama – betont und sie damit berühmt, ja unsterblich gemacht.

Sein politisches und kulturelles Engagement als „Revolutionär“ und Poet verschaffte ihm vor allem als Symbolfigur des Widerstands gegen die griechische Militärdiktatur (1967 – 1974) hohe internationale Anerkennung. Doch auch aus seiner eigenen Sicht stand die Musik immer im Zentrum seines Wirkens. Sein Anliegen war und ist, die Menschen zu verbinden, sie emotional wie  inhaltlich zu erreichen. Der Rhythmus seiner Musik, besonders der 2/4-Takt, der den Werken etwas Heiteres und Beschwingtes verleiht, wie auch die folkloristischen Melodie-Linien, ziehen die unterschiedlichsten Zuhörer und Zuhörerinnen in und außerhalb Griechenlands seit seinen ersten Kompositionen in Bann.