DHW-Projekt wird von multinationaler EU-Delegation besucht

„Brücke zur Qualifizierung und Integration“ hat Beispielcharakter auch für andere europäische Länder

KÖLN, Juni 2010. Eine EU-Delegationsgruppe aus den Ländern Tschechien, Spanien, Polen, Türkei, Ungarn, Österreich, England, Italien, Rumänien, Slowenien, Litauen, und Rumänien besuchte im Rahmen einer Studienreise Köln und informierte sich über die Erfolge des DHW-Ausbildungsprojektes „Brücke zur Qualifizierung und Integration“. Die Teilnehmer waren alles Bildungsexperten in ihren Ländern, Direktoren von universitären Instituten und Bildungseinrichtungen sowie Vorstände von Unternehmerorganisationen. Die Studienreise wurde gefördert vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) in Thessaloniki im Auftrag der Europäischen Union und wurde von der Nationale Agentur «Bildung für Europa» beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Abteilung Projektmonitoring LEONARDO DA VINCI, koordiniert und begleitet.

Den Besuchern konnte das Projektteam praxisnah aufzeigen, wie Ausbildungskooperationen in der Dualen Ausbildung in Deutschland funktionieren. Im konkreten Fall erfolgte der Besuch der EU-Delegationsgruppe direkt im Partnerbetrieb «Hotel am Augustinerplatz» in Köln das im Verbund mit dem Restaurant „Mythos-Grill“ in der Gastronomie ausbildet. Der Geschäftsführer und Ausbilder im Hotel am Augustinerplatz, Leon Heymann, lud die Gäste zum Frühstück ein, eröffnete die Veranstaltung und erklärte den Besuchen, warum er sich in der Ausbildung engagiere und welche Bedeutung diese für die Kölner Gastronomie habe. Er hob die Ausbildungskooperation mit dem griechischen Restaurant «Mythos Grill» hervor und unterstrich, dass dies dank der Unterstützung durch das DHW-Ausbildungsprojekt realisiert werden konnte. Die Ausbildungsgenehmigung durch die IHK wurde dem Betrieb «Mythos Grill» unter der Maßgabe erteilt, dass die Auszubildenden bestimmte Abschnitte ihrer theoretischen Ausbildung, die nicht im eigenen Betrieb vermittelt werden können, in einem Ausbildungspartnerbetrieb durchgeführt werden. Dies gelang auch und der erste Auszubildende konnte nach erfolgreichem Praktikum seinen Abschluss als Fachgastronom machen. Darauf war die Erst-Ausbilderin, Frau Kaburaki vom Mythos-Grill sichtlich stolz und zufrieden. Ab jetzt weiß sie, wie Ausbildung zu gewährleisten ist und welche Bedeutung diese für die Aufwertung ihres Betriebes hat.

Insbesondere die Teilnehmer aus Österreich und Italien waren sehr interessiert über Aufbau, Planung und Durchführung des Projektes. Denn auch in diesen Ländern braucht die Gastronomie dringend Fachkräfte. „Die Gastronomie in Köln“, so Leon Heymann, „hat erst in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen in der Ausbildung gemacht. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kooperation der Gastronomiebetriebe mit den Kölner Schulen und entsprechende Werbekampagnen bereits bei den Schülern für die Berufe in der Gastronomiebranche.“

Christina Alexoglou-Patelkos, Projektleiterin des DHW-Ausbildungsprojektes resümierte: „Der Besuch der EU-Delegation war ein voller Erfolg. Es konnten viele Bereiche der Dualen Ausbildung, die über das Bundesprogramm JOBSTARTER gefördert werden, angesprochen werden. Die Teilnehmer wünschten sich ähnliche Programme auch in ihren Ländern. Besonders interessiert waren sie an den Umsetzungsstrategien, die unser Ausbildungsprojekt zur Förderung von Ausbildungsplätzen in ausländischen, insbesondere in Unternehmen mit Inhabern griechischer Herkunft, einsetzt.