Landesintegrationsrat verurteilt die Anschläge auf Moscheen in Deutschland

„Als Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW verurteile ich in aller Deutlichkeit
die Übergriffe auf die Moscheen in Düren, Bullay, Lengerich und Mainz.“ Sagte
Tayfun Keltek heute aufgrund der aktuellen Berichterstattung.
„Offensichtliche rechtradikale Kräfte treiben ihr Unwesen in unserer Gesellschaft
weiter. Alleine vier Übergriffe in diesem Monat bringen das Fass zum überlaufen. Wie
lange will die Gesellschaft noch schweigen. In diesen Tagen jährt sich der Solinger
Brandanschlag zum 20. Mal. Gestern waren es bewohnte Häuser, heute sind es
Gotteshäuser, was wird es morgen sein?“ Diese Frage müssen sich alle Mitglieder
dieser Gesellschaft ernsthaft stellen, sowohl Bürger als auch Politiker. Versuche
immer wieder durch gezielte und ständige Attacken gegen Migranten und deren
Einrichtungen provozieren Gewalt. Der Landesintegrationsrat ruft die Betroffenen zur
Besonnenheit auf. Gleichzeitig fordert der Landesintegrationsrat von den
Sicherheitsbehörden und der Politik sich nicht blind zu stellen und gegen die Täter
mit aller Entschiedenheit mit den Mitteln des Gesetzes vorzugehen. „Es ist
selbstverständlich, dass ein Rechtsstaat seine Bürger, egal welcher Herkunft, und
deren Häuser sowie Einrichtungen schützt. Dieses steht überhaupt nicht zu
Diskussion.“ So Keltek in seiner ersten Reaktion. Seit den Anschlägen Anfang der
1990‘er Jahre nehmen die Übergriffe auf Migranten und auch auf deren
Einrichtungen zu. Diese Entwicklung ruft erneut die Forderung des
Landesintegrationsrates nach einem politischen Zeichen gegen Rechtsextremismus
auf die Tagesordnung. Es ist an der Zeit, dass ein deutliches Zeichen seitens der
Politik und Gesellschaft kommen muss. Seit über zwei Jahrzehnten fehlen uns
Antworten. Diese Angriffe gelten der Gesamtgesellschaft und nicht nur Teilen
unserer Gesellschaft. Eine politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit
dem Rassismus und dem Rechtsradikalismus erfolgt nur ungenügend. Der
Landesintegrationsrat engagiert sich schon seit Jahren offensiv mit diesem Thema.
Dazu gibt es einige Publikationen.
„Ich rufe alle Demokraten auf ein deutliches Signale gegen Extreme Kräfte in der
Gesellschaft zu senden. Wir wollen uns mit den rechtsextremen Kräften mit
demokratischen Mitteln auseinandersetzen und lehnen Gewalt in jeglicher Form ab“,
so Keltek abschließend.

 

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